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SAP Systemkopie Transportwesen

Ändern der aktuellen SAP Transport Requestnummer

Unter Umständen möchte man die aktuelle Nummer der Transportrequests anpassen, beispielsweise nach einer Systemkopie auf ein Entwicklungssystem, wenn der Nummernkreis voll ist, oder nach einer Wiederherstellung des SAP Systems. Die Gründe können vielfältig sein.
Die letzte Nummer der Transporte ist in Tabelle E070L gespeichert.

Dafür hat SAP den Report RSWBO301 vorgesehen. Dieser Report sucht ein freies Intervall für die Nummernvergabe bei Aufträgen. Der SAP Hinweis 106911 – Transportsystem: Nummernkreis bei Aufträgen voll ist sehr empfehlenswert.
Report RSWBO301
Bitte lesen Sie die Dokumentation des Reports genau (i – Knopf i-Button auf der Startseite des Reports).

Die Änderung der Transport Nummer sollte mit Bedacht und wissend der Abhängigkeiten erfolgen. Ein Zurücksetzen der Nummer unter den aktuellen Stand wird beim Freigeben eines Transports bestehende Transporte überschreiben, was zu Inkonsistenzen und sogar schweren Produktionsproblemen führen kann. Die Nachvollziehbarkeit ist nicht mehr gewährleistet. Also nur ausführen, wenn man weiß was man tut, ich kann keine Haftung für Schäden übernehmen. Angebundene Transportsteuerungen wie SAP ChaRM nehmen eine solche Aktion sicherlich übel, die Revision und Auditoren unter Umständen ebenso.

Optional sollte man andere Schritte erwägen. Im Fall einer Systemkopie wäre ein Export der Tabelle sinnvoll, wenn man die aktuelle Transportnummer beibehalten möchte.

Wenn man ein sehr großes Intervall nimmt, dann ist der Report gezwungen, einen anderen, neuen Nummernkreis zu nehmen.
Beispiel:

Die aktuelle Nummer ist K900551.
Wenn man dem Report ein Intervall von 9.000 gibt, schlägt er weiterhin K900551-K909551 vor, da ausreichend Platz im bestehenden Intervall vorhanden ist. Also wird keine abweichende Nummer zum Ist Zustand vergeben für neue Transport Requests.

Daher ist eine Intervallgröße > 99.999 zu wählen. Im Ergebnis schlägt der Report K9A0000 vor.

Angepasste Transportnummern in Tabelle E070L

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Oracle Datenbank Systemkopie

Fehlermeldung nach Systemkopie: ORA-01124 file is in use

Wenn nach einem Restore die folgende Fehlermeldung auftritt, kann dies eine ganz banale Ursache haben:

SQL> recover database using backup controlfile until cancel;

ORA-00283: recovery session canceled due to errors
ORA-01124: cannot recover data file 1 - file is in use or recovery
ORA-01110: data file 1: 'D:\ORACLE\HSL\SAPDATA1\SYSTEM_1\SYSTEM.DATA1'

Es ist zu prüfen ob die Datenbank bereits geöffnet ist. Diese Situation kann zu Beispiel auftreten, wenn CONTROL.SQL im Rahmen einer SAP Systemkopie ausgeführt wurde.

select status from v$instance;

STATUS
------------
OPEN

Dieer Fehler tritt unter Umständen auf, wenn das von ora_br_copy (siehe SAP Hinweis 784118) erzeugte CONTROL.SQL zuvor ausgeführt wurde. Dies öffnet die Datenbank. Also kein Fehler. Ist ein Recover trotzdem noch erforderlich, darf die Datenbank nur im NOMOUNT Status sein. Also bitte ein shutdown immediate mit anschliessendem STARTUP NOMOUNT ausführen.

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Kernel SAP

SAP Kernel Neuigkeiten

Der SAP Kernel ist eine der dynamischsten Komponenten. Aktuell bleibt man am besten, wenn man dem Blog SAP Kernel: Important News folgt.

Möchte man Informationen zu einem speziellen SAP Kernel, bietet sich die SAP Suche in der Wissensdatenbank des SAP Support Launchpads an:
https://launchpad.support.sap.com/
Sucher nach Kernel Regression Patches in der Wissensdatenbank

Als Suchbegriff gibt man den Kernel in der folgenden Art ein:
KRNLxxxPLyy, z.B. KRNL749PL400für den SAP Kernel 7.49 mit Patchlevel 400.

Die folgenden beiden Seiten sind sehr gute Informationsquellen, um die Abhängigkeiten zwischen Netweaver und dem SAP Kernel zu verstehen:
Understanding Kernel Releases for the SAP NetWeaver AS ABAP und SAP Hinweis 1969546 – Release Roadmap Kernel 740

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SAP SAP Solution Manager

SAP Solution Manager SOLMAN_SETUP – keine Anzeige der Roadmap Leiste

Solution Manager 7.01 und 7.1
Aus verschiedenen Gründen funktioniert Adobe Flash im verwendeten Browser nicht oder es wurde bewusst deaktiviert (Sicherheitsmaßnahme). Leider bleiben dann die Menüs im SAP Solution Manager WorkCenter leer:
SSM 7.1 Workcenter mit Flash Anzeigeproblem

Als Abhilfe kann man eine “alte” Version aktivieren. Dazu fügt man einfach am Ende (aber vor den Gartenzaun #) diesen Text in die URL (Browser Addresse):

&sap-accessibility=X

also z.B.:

https://hslsol1.slomka.biz:8001/sap/bc/webdynpro/sap/ags_workcenter?sap-language=DE&sap-accessibility=X#

 

SAP beschreibt diesen Parameter und weitere URL Parameter für SAP Netweaver auf der Seite SAP Netweaver WebDynpro URL Parameter

Das Ergebnis sieht zwar nicht mehr ganz so gut aus, aber zumindest wird das Menü angezeigt.
SSM 7.1 WorkCenter ohne Flash

Weitere Informationen liefern die folgenden SAP Links (Anmeldung am SAP Service Marketplace erforderlich):
1621785 – Flash-Roadmap für Solution-Manager-Setup funktioniert nicht
1547441 – Flash Roadmap für Solution Manager Setup
SAPHelp: Barrierefreien Modus einstellen

Dieser Tipp gilt für die WorkCenter im SAP Solution Manager 7.01 und 7.1. Der Solution Manager 7.2 verwendet zum Glück kein Flash mehr. Was es aber nicht unbedingt besser macht:

Solution Manager 7.2
Im SAP Solution Manager 7.2 ist die Lösung leider nicht so einfach. Ein Workaround wie in 7.0/7.1 ist mir nicht bekannt. Die Lösung ist in den SAP Hinweisen:
2514704 Solman_setup toolbar not loading after Unified Rendering update
2455470 SOLMAN_SETUP wird nach Einspielen des Hinweises für das Unified Rendering nicht geladen
2090746 WD ABAP: Unified Rendering Update mit TCI – Anleitung und verwandte SAP-Hinweise

sowie in diesem SAP Wiki:

Unified Rendering update with TCI

beschrieben.

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SAP SLD

SLD Arbeitsverzeichnis – CR Content Update

Das Aktualisieren von SLD Inhalten (CIM Modell, SAP CR CONTENT) erfolgt durch Upload der entprechenden Dateien aus dem SAP Service Marketplace (https://service.sap.com/swdc > Download -> Support Packages and Patches -> SAP Technology Components -> SAP CR Content)

Beim Upload und Einspielen werden diese Dateien auf dem Server der SAP Instanz zwischengepeichert. Der Speicherort ist standardmäßig das SLD Arbeitsverzeichnis und entspricht der Java System Eigenschaft sys.global.dir, bzw. sollte mit dem Profilparameter DIR_GLOBAL übereinstimmen.

Eine Änderung dieses Arbeitsverzeichnisses kann im SLD über Administration -> Profile / Settings vorgenommen werden. Fehlerhafte Eingaben für das Arbeitsverzeichnis erzeugen Fehlermeldungen wie:

ERROR com.sap.lcr.start.StartDirector: Problems detected during setup of the SLD working directory “”, working directory is now “/usr/sap/SID//j2ee/cluster/serverX”

Das übliche Arbeitsverzeichnis liegt unter /usr/sap//SYS/global/sld.